
Norm-Schneckengetriebe
Mit unseren leistungsstarken Norm-Schneckengetrieben steigen Sie in die Welt der ATLANTA Premium-Getriebe ein.
Entwickelt für Vielseitigkeit und Zuverlässigkeit, bieten unsere Norm-Schneckengetriebe erstklassige Lösungen für verschiedene Anwendungen. Ob im Einsatz mit Drehstrommotoren oder im manuellen Betrieb mit Handrad – ATLANTA Norm-Schneckengetriebe setzen Maßstäbe in Sachen Zuverlässigkeit und Leistung. Das allseitig bearbeitete Gehäuse aus Leichtmetall ermöglicht eine flexible Montage in jeder gewünschten Lage. Die vielen Kühlrippen gewährleisten eine optimale Wärmeabfuhr, um auch unter anspruchsvollen Bedingungen Höchstleistung zu erzielen. Eine verstärkte Lagerung und hohe Steifigkeit ermöglichen die zuverlässige Übertragung hoher Drehmomente und Zusatzkräfte. Unter normalen Bedingungen sind unsere Norm-Schneckengetriebe lebensdauergeschmiert und damit wartungsfrei. Im Vergleich zu einigen anderen Getriebetypen sind sie zudem geräuscharm, was in einer Umgebung, welche eine leise Betriebsweise erfordert, sehr wichtig ist. Unsere Norm-Schneckengetriebe finden ideale Anwendung in manuell betriebenen Hebesystemen, Positioniersystemen, elektrischen Förderbändern, Bühnen- und Theatertechnik, Stellantrieben u.v.m. Mit hoher Übersetzung auf engstem Raum bieten sie eine kompakte Lösung für viele industrielle Anforderungen, wo hohe Drehmomente bei niedriger Geschwindigkeit übertragen werden müssen. Bei höheren Übersetzungen sind unsere Norm-Schneckengetriebe statistisch selbsthemmend. Das ist vorteilhaft, wenn eine Konstruktion eine hohe Sicherheit gegen ungewollte Bewegungen erfordert, z.B. Schwenksysteme.

Für jede Anwendung die passende Größe
Unsere Norm-Schneckengetriebe bieten wir in sechs verschiedenen Baugrößen und bis zu sechs Übersetzungen an. Mit Achsabständen von 40 mm bis 125 mm und einem Übersetzungsbereich von i = 6,75 bis 82:1 decken wir ein breites Spektrum an Präzisionsgetrieben ab. Bei größeren Abnahmemengen sind auf Kundenwunsch auch andere Übersetzungen möglich. Dadurch können Sie das optimale Antriebssystem für nahezu jede Anforderung und Anwendung finden.
Damit bieten wir Ihnen Flexibilität und Präzision – genau auf Ihre Bedürfnisse zugeschnitten.

Antriebswellen - Flexibilität für Ihre Anwendung
Unsere Norm-Schneckengetriebe sind in zwei Ausführungen erhältlich: mit Antriebswellen-Stummel und mit Antriebs-Hohlwelle. Diese Varianten bieten Ihnen maximale Flexibilität, um den unterschiedlichsten Anforderungen gerecht zu werden.
Die Ausführung mit Antriebswellen-Stummel ermöglicht eine direkte, starre Verbindung zu weiteren Bauteilen oder Kupplungen und bietet somit eine kompakte und robuste Lösung, die besonders bei begrenztem Bauraum von Vorteil ist. Sie eignet sich ideal für Anwendungen, bei denen der Antrieb über eine feste Welle erfolgt.
Die Variante mit Antriebs-Hohlwelle hingegen zeichnet sich durch eine platzsparende und flexible Montage aus. Hierbei kann die Hohlwelle direkt die Antriebswelle aufnehmen, was die Integration in bestehende Systeme vereinfacht und zusätzliche Kupplungselemente überflüssig macht. Diese Lösung ist optimal, wenn das Getriebe direkt auf einer Welle montiert werden soll.

Montagemöglichkeiten
Für die einfache und präzise Montage unserer Schneckengetriebe stehen Ihnen fünf bearbeitete Anbauflächen mit Befestigungs- und Gewindebohrungen zur Verfügung. Diese sorgen für eine verspannungsfreie Montage in allen Einbaulagen.
Zusätzlich gewährleisten gut zugängliche Schrauben eine komfortable Handhabung bei der Entlüftung, dem Öleinfüllen, dem Ölablass und der Überprüfung des Ölstands. Dies ermöglicht eine einfache Wartung und einen reibungslosen Betrieb.

Selbsthemmung bei Schneckengetrieben
Funktionsweise und Lösungen zur Vermeidung von Stick-Slip-Effekten
Die Voraussetzung für die Selbsthemmung eines Schneckengetriebes ist ein geringer Verzahnungs-Steigungswinkel an der Schnecke, was zu einem Wirkungsgrad von η ≤ 0,5 bei antreibender Schneckenwelle führt. In bestimmten Anwendungsbereichen ist es erforderlich, dass ein Schneckengetriebe keine Selbsthemmung aufweist, während in anderen Fällen eine Selbsthemmung sogar vorgeschrieben ist. Man unterscheidet hierbei zwischen statischer und dynamischer Selbsthemmung.
Statische Selbsthemmung
Ein Schneckengetriebe gilt als statisch selbsthemmend, wenn es aus dem Stillstand bei einem treibenden Schneckenrad nicht anlaufen kann. Bei ATLANTA-Radsätzen und -Getrieben tritt dies auf, wenn der Steigungswinkel unter 5° liegt. Bei hohem Drehmoment am Abtrieb können jedoch Erschütterungen, Vibrationen oder Schwingungen die statische Selbsthemmung aufheben. Daher kann eine statisch selbsthemmende Verzahnung nicht als Ersatz für eine Bremse oder Rücklaufsperre dienen.
Dynamische Selbsthemmung
Ein Schneckengetriebe ist dynamisch selbsthemmend, auch selbstbremsend genannt, wenn während des Betriebs der Antrieb der Schneckenwelle eingestellt wird und das Getriebe trotz anliegender Last am Schneckenrad zum Stillstand kommt. Das Gewicht am Abtrieb kann ohne den Einfluss einer Bremse mit Verzögerung gehalten und gestoppt werden. Um eine Überbeanspruchung des Schneckentriebes zu vermeiden, ist es wichtig, dass nach dem Abschalten des Antriebs bei hoher kinetischer Energie ausreichend Zeit zum Auslaufen zur Verfügung steht. Wenn eine vollständige Selbsthemmung des Getriebes gefordert wird, sollte zur Gewährleistung der Sicherheit des Anwendungssystems ein Bremsmotor eingesetzt werden.

Stick-Slip-Effekt
Bei einem treibenden Schneckenrad, z.B. wenn die Last am Abtrieb abgesenkt wird, können selbsthemmende Schneckengetriebe zum Stick-Slip-Effekt neigen. Dieser Effekt resultiert aus der Verzahnung des Getriebes. Da das Getriebe selbsthemmend ist, kann die Verzahnung auch unter Last zum Stillstand kommen. Wenn die Schneckenwelle jedoch langsam angetrieben wird, löst sich die Last und das Getriebe beginnt sich zu drehen. Diese Drehbewegung stoppt, sobald der tragende Zahn seinen Eingriff verliert. In diesem Moment fällt der nächste Zahn des Schneckenrades nach und neigt ebenfalls zunächst zum Stillstand, bis er wieder in Bewegung gerät. Die Intensität dieser Vibrationen ist jedoch nicht vorhersehbar und kann bei identisch konstruierten Maschinen unterschiedlich stark ausgeprägt sein oder sogar ganz ausbleiben.
Um dieses Problem zu verringern oder sogar zu beseitigen, gibt es drei Ansätze:
- Die Antriebsdrehzahl erhöhen, um die Selbsthemmung jederzeit zu umgehen, solange die Schneckenwelle angetrieben wird.
- Die Drehbewegung der Vorrichtung so abzubremsen, dass das Getriebe gezielt angetrieben werden muss. Dadurch wird ein treibendes Schneckenrad und der Stick-Slip-Effekt vermieden, da das Getriebe stets nur durch die Schneckenwelle in Bewegung gesetzt wird.
- Die Vorrichtung so gut wie möglich ins Gleichgewicht zu bringen, um zu verhindern, dass der Effekt des treibenden Schneckenrades eintritt.